Autor-Archive:Isabell Hasenzahl
100 Jahre Sicherheit mit ecoresist®
Der Sanierungsstau im deutschen Kanalnetz bleibt auch im Jahr 2025 eine bedeutende Herausforderung. Aktuelle Daten der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) zeigen, dass mehr als 18 Prozent der Kanäle kurz- bis mittelfristig sanierungsbedürftig sind. Trotz einer jährlichen Sanierungsrate von etwa einem Prozent des öffentlichen Kanalnetzes, was rund 6.000 Kilometern entspricht, ist dieser Fortschritt nicht ausreichend, um den langfristigen Anforderungen gerecht zu werden.
Um eine hohe Nutzungsdauer von Kanalsystemen zu erzielen, setzen Planer in bestimmten Situationen gerne auf Rohre mit besonderen Eigenschaften. Beispielsweise bei höheren zu erwartenden chemischen und mechanischen Belastungen, die die Betriebssicherheit und letztendlich die Lebensdauer der Investitionen reduzieren sind Stahlbetonrohre mit einer Polymerinnenauskleidung eine geeignete Wahl. In Haiger in Mittelhessen setzen die Verantwortlichen seit einigen Jahren auf das ecoresist®-Rohr- und Schachtsystem der Finger-Beton Unternehmensgruppe.
Bei insgesamt neun Kanalsanierungsmaßnahmen im Jahr 2024 kam in der Kleinstadt im Lahn-Dill-Kreis dieses Rohrsystem zum Einsatz. Aufgrund der Polymerinnenauskleidung sind die ecoresist®-Rohre etwas teurer als Standard-Stahlbetonrohre. Die verantwortlichen Planer haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass sich diese Mehrausgaben über die Jahre gesehen rechnen. Die Stahlbetonrohre mit sicherer innerer Polymerauskleidung und passgenau ummantelten Fügungen garantieren Formstabilität, Korrosionsbeständigkeit und Scherlastsicherheit und damit Funktionssicherheit über einen längeren Zeitraum als herkömmliche Stahlbetonrohre. Auch im Vergleich zu einem „normalen“ Kunststoffrohr bieten die ecoresist®-Rohre die Sicherheit eines formstabilen Stahlbetonrohrs. Zudem werden in Wassergewinnungsgebieten oft besonders hohe Anforderungen an die Rohre gestellt. Hier bieten ecoresist®-Rohre eine ideale Lösung.
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Mönchbauwerk für nachhaltigen Wasserbau
Im Herzen des Wällerlandes im Westerwald liegt der Wiesensee. Mit seinen vielfältigen Sport- und Erholungsmöglichkeiten ist er weit über die Region hinaus bekannt. Ob zu Wasser beim Schwimmen, Segeln oder Surfen - oder an Land beim Wandern, Radfahren oder Golfen: Rund um das rund 86 Hektar große Gewässer, das als Regenrückhaltebecken angelegt wurde, bieten sich seit den 70er Jahren zahlreiche Freizeitmöglichkeiten für jedermann.
Seit Anfang 2023 haben die Wassersportler jedoch das Nachsehen, denn das Gewässer wurde zu Sanierungszwecken abgefischt und komplett abgelassen. Untersuchungen der zuständigen Wasserbehörde hatten ergeben, dass die Standsicherheit des Dammes gefährdet war und das Mönchbauwerk, das den Abfluss des Sees regelt, erneuert werden musste. Dabei kam ein komplexes Bauwerk aus Betonfertigteilen zum Einsatz.Speziell für den Wiesensee konstruierten unsere Ingenieure einen neuen Mönch in dreiteiliger Bauweise. Steven Grimes - Vertriebsleiter für Sonderbauwerke bei unserem Werk in Ludwigshafen erläutert die Besonderheiten: „Die Herausforderung bestand für uns in den hohen Anforderungen an die Maßgenauigkeit der einzelnen Elemente. Diese war gefordert, um das Dammbalkensystem anschließend passgenau einbauen zu können.“ Montiert handelt es sich um ein rechteckiges Stahlbetonbauwerk. Die lichten Maße der vorderen Kammer betragen 2,15 m x 1,60 m und die der hinteren Kammer 1,00 m x 1,60 m. Nach oben hin ist das Mönchbauwerk komplett offen. Die lichte Bauwerkshöhe liegt bei 6,7 m. Vor dem Mönch-Zulauf wurde ein 3D-Rechenkorb montiert. Hierdurch soll ein Rückhalteschutz gegen Geschiebe und Treibgut gewährleistet werden. Um auf den 3D-Rechenkorb zu gelangen, erhielt das Mönchbauwerk seitlich einen 1 m breiten Steg mit Geländer. Dieser Steg führt bis an den Rechenkorb heran. Der Abstieg zum Steg erfolgt von der Oberkante des Mönchbauwerks durch eine Tür im Geländer.
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Erschließung mit robusten Rohren
Nach sechsjähriger Planungszeit begannen im September 2024 die Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet „Unter dem Klarsteiner Pfad“ in der Ortsgemeinde Meddersheim im Landkreis Bad Kreuznach. Am nordöstlichen Siedlungsrand entstehen auf einer Fläche von 3,7 Hektar 39 Baugrundstücke. Die Entwässerung des Baugebietes erfolgt im Trennsystem. Aufgrund der besonderen Tiefenlage des zu errichtenden Kanalsystems, entschieden sich die Planer für den Einsatz von Stahlbetonrohren mit erhöhten Wandstärken für extreme Lastfälle.
Das anfallende Niederschlagswasser wird rohrleitungsgebunden einem vorhandenen bzw. zu erweiternden Regenrückhaltebecken zugeführt. Hierzu quert die Kanalleitung am südöstlichen Rand des Baugebietes die Ortsdurchfahrt (L232) sowie den Altenberger Bach und wird im weiteren Verlauf neben dem bestehenden Radweg parallel zur L232 verlegt. Das geplante Regenrückhaltebecken entsteht ca. 550 m östlich des Baugebiets als Erweiterung eines bestehenden Regenrückhaltebeckens. Die Verbindung der beiden Becken erfolgt über einen Graben. Das bestehende Drosselbauwerk wird umgebaut. Ca. 150 m südlich des Baugebietes wird der geplante Schmutzwasserkanal über einen neuen Schacht an den vorhandenen Schmutzwasserkanal DN 250 angeschlossen. Die Schmutzwasserleitung quert dazu parallel zum Regenwasserkanal die L232 und den Altenberger Bach und verläuft weiter südlich durch einen Feldweg.
„Sowohl der Regen- als auch der Schmutzwasserkanal unter- bzw. überqueren eine bestehende Gas-Fernleitung unmittelbar im Bereich der Kreuzung mit der L232 und dem Gewässer“, erklärt Bernhard Baldauf von der Eiffage Infra-Südwest GmbH aus Alzey. „Die Tiefenlage des geplanten Regenwasserkanals beträgt daher hier bis ca. 6,0 m. Um den Erddruck aufzunehmen, wurden deshalb Stahlbetonrohre mit erhöhter Wandstärke für extreme Lastfälle eingesetzt.“ Geliefert wurde das ROBUST®-Rohrsystem aus unseren Werken in Idar-Oberstein und Westerburg.
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Entwässerungslösung für Mega-Infrastrukturobjekt
Die Bundesstraße 247 ist ein wesentlicher Bestandteil der überregionalen und regionalen Verkehrsverbindung zwischen den Wirtschaftsräumen Mittelthüringen, Südniedersachsen und Nordhessen. Sie stellt dabei die wesentliche Verbindung zwischen den Bundesautobahnen A4, A71 und A38 dar. Seit März 2022 erfolgt der Aus- und Neubau der B247 zwischen Mühlhausen und Bad Langensalza. Es ist das bundesweit erste ÖPP-Projekt im Zuge einer Bundesstraße und zugleich eines der größten Infrastrukturprojekte, das in Nordthüringen je realisiert wurde. Es umfasst auf einer Länge von 24,4 Kilometern unter anderem den Neubau der Ortsumgehungen Mühlhausen, Höngeda, Großengottern und Schönstedt sowie deren teilweisen Betrieb und die Erhaltung über einen Zeitraum von 30 Jahren. Die Projektstrecke wird zwei- bis vierstreifig ausgebaut. Bis Mitte 2025 werden außerdem auch 31 Bauwerke, darunter 2 Brücken über die Unstrut und 5 Eisenbahnbrücken, 8 Anschlussstellen und ca. 6 km zusätzliche Landes- und Bundesstraßen zur Anbindung an die Neubaustrecke errichtet. Hinzu kommen 10 Regenrückhaltebecken und 59 km Entwässerungsleitungen sowie umfangreiche Umweltschutz- und Landschaftsbaumaßnahmen. Für eine ordnungsgemäße Entwässerung entlang der Strecke setzten die Verantwortlichen auf das umfangreiche Sortiment an Betonbauteilen aus unserer Unternehmensgruppe.
Wir lieferten für die Streckenentwässerung ca. 11,5 km Stahlbetonrohre von DN 300 bis DN 2000, wobei die Großrohre als Amphibientunnel und zur Bachverrohrung dienen. Dazu 610 Schächte sowie drei Rahmendurchlässe mit einer Länge von 20 bis 75 m. Außerdem ca. 8.000 Betonfundamente für den Hinterfüllbereich der Brücken zur Bodenstabilisierung während der Bauphase.
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Betonbauteile zur Niederschlagswasserbehandlung
Seit dem Jahr 2013 gibt es den Regionalflughafen Kassel Airport. Rings um das Flughafenareal ist ein florierender Industrie- und Luftfahrtstandort entstanden, an dem sich bereits über 35 Unternehmen – zumeist aus der Luftfahrtindustrie angesiedelt haben. Seit Ende 2022 wird hier der ehemalige Verkehrslandeplatz „Kassel Calden“ zu einem Gewerbepark umgewidmet. Besonderes Augenmerk richteten die Planer bei der Maßnahme auf die Niederschlagswasserbehandlung. Zum Einsatz kam hier ein komplexes Bauwerk aus Betonfertigteilen mit vier eingebauten hydrodynamischen Abscheidern „Hydroshark“ von unserer Unternehmensgruppe.
Nach Abschluss der Erschließungsarbeiten wird das Gelände des Gewerbeparks einmal ca. 22 ha umfassen. Die Planung sah eine Entwässerung im Trennsystem vor. Anfallendes Schmutzwasser wird über eine neue Verbindungsleitung direkt der Kläranlage Calden zugeleitet. Niederschlagswasser wird über entsprechende Behandlungsanlagen in nächstgelegene Vorflutgewässer abgeleitet. Den natürlichen Vorfluter für das betrachtete Gebiet im Norden bildet der „Schachter Grund“, der ursprünglich im Zuge der Errichtung des gleichnamigen Regenrückhaltebeckens (RRB) am Kreisverkehrsplatz der B7 überbaut wurde. Das Problem: Der Abfluss aus dem natürlichen Einzugsgebiet wurde bisher durch dieses RRB geleitet und mit potenziell verschmutzten Niederschlagswasser von den Verkehrsanlagen der B7 vermischt. Um dies künftig zu vermeiden, forderte die Genehmigungsbehörde, das Gewässer um das RRB herum zu verlegen und den Abflusses aus dem natürlichen Einzugsgebiet mit dem Ablauf der geplanten „Niederschlagswasserbehandlung Nord“ zusammenzuführen.
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100 Jahre Sicherheit mit ecoresist®
Der Sanierungsstau im deutschen Kanalnetz bleibt auch im Jahr 2025 eine bedeutende Herausforderung. Aktuelle Da...
